Mittelmeerkrankheiten und sonstige Erkrankungen

 

Liebe Interessenten/-innen,

 

wir erhalten öfter die Anfrage, ob unsere Hunde an Leishmaniose leiden können.

Unsere Hunde stammen nicht aus dem Mittelmeerraum, sondern aus dem östlichen Mitteleuropa, der Slowakei.

Die Slowakei grenzt an Österreich, Tschechien, Polen, Ukraine und Ungarn.

 

Daher möchten Sie u. a. kurz über die Mittelmeererkankungen in Europa informieren:

Leishmaniose

Übertragungsweg: Sandmücke

 

Leishmaniose ist eine Infektionskrankheit, die durch den Stich der Sandmücke übertragen wird. Die Sandmücke ist also der Vektor (Überträger) der Leishmanien. In Europa kennen wir hauptsächlich den Stamm Leishmania Infantum. Sicherlich haben Sie schon davon gehört, dass die Sandmücke auch schon in Deutschland nachgewiesen wurde - das mag sein, aber bisher ist nicht nachgewiesen, dass diese auch als Vektoren der Leishmanien fungieren.

Viele Hunde können den Erreger mit dem eigenen Immunsystem in Schach halten, andere nicht. Eine Erkrankung kann nur in Zusammenhang mit einem Mittelmeerkrankheitencheck (großes Blutbild, Titer und Eiweißelektrophorese) zuverlässig nachgewiesen werden. Schnelltests sind nicht aussagekräftig genug. Frühzeitig erkannt, kann die Leishmaniose gut behandelt werden. Die Inkubationszeit liegt  zwischen einigen Monaten und acht Jahren. Diese Art der Mittelmeererkrankung gilt als nicht heilbar - dennoch kann ein Hund mit der richtigen Therapie eine ganz normale Lebenserwartung haben.

 

Da unsere Hunde aus der Slowakei stammen, ist eine Infektion mit Leishmaniose nicht zu erwarten.


Dirofilariose (Herzwurm)

Übertragungsweg: Stechmücke

 

Eine Infektion mit Dirofilariose erfolgt durch den Vektor weniger Stechmückenarten, die auch in der Slowakei angesiedelt sind. Diese treten jedoch seltener auf, als in den Mittelmeerräumen. Die Larve des Herzwurmes dringt bei dem Stich durch die Mücke in den Hund ein. Für die Entwicklung benötigt die Larve im Schnitt sechs Monate, dann ist sie auch in der Lage, Mikrofilarien zu bilden. Wir empfehlen einen einmaligen Check nach Ankunft des Hundes auf Herzwürmer und nach sechs monatigen Aufenthalt in Deutschland einen Check auf Mikrofilarien.

 

Trotz des geringen Risikos einer Infektion, KANN ein Hund aus der Slowakei daran erkranken.

Die gute Nachricht ist: Dirofilariose ist gut behandel- und auch heilbar.

 


Ehrlichiose

Übertragungsweg: Braune Hundezecke

 

Die Infektion mit Ehrlichiose erfolgt durch die braune Hundezecke. Eine Übertragung der Krankheit erfolgt, nachdem die Zecke mindestens! 24 Stunden an dem Hund gehaftet hat. Danach können sich aber bereits nach wenigen Stunden Symptome der Ehrlichiose zeigen. Ehrlichiose kann akut, aber auch chronisch auftreten. Die braune Hundezecke ist in der Slowakei vertreten. Eine Erkrankung der Hunde in der Slowakei ist selten, kann jedoch nicht ausgeschlossen werden - aber auch hier gilt, Ehrlichiose ist behandel- und auch heilbar. Viele Hunde haben ein so starkes Immunsystem, dass dieser weder Veränderungen im Blutbild, noch klinische Symptome aufweist - ergo, konnte der Körper die Infektion selber bekämpfen. In der Regel muss eine Erkrankung aber immer behandelt werden.


Babesiose

Übertragungsweg: Auwaldzecke

 

Von Babesiose haben Sie mit Sicherheit schon einmal gehört, denn diese Erkrankung, primär durch die Auwaldzecke übertragen, ist auch hier in Deutschland Thema. Nach ca. zwölf Stunden nach dem Biss der Zecke, dringen Protozoen (Einzeller) der Gattung Babesia in den Körper des Hundes ein. Auch hier können die Krankheitsanzeichen schon nach wenigen Stunden auftreten. Viele Hunde haben ein so starkes Immunsystem, dass dieser weder Veränderungen im Blutbild, noch klinische Symptome aufweist - ergo, konnte der Körper die Infektion selber bekämpfen. In der Regel muss eine Erkrankung aber immer behandelt werden.